Nachwuchsportlerinnen vom SSC erobern die Welt
Bad Sooden-Allendorf. Zwei Sportasse der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf schicken sich an, die Welt zu erobern. Die 17-jährige Stabhochspringerin Juliane Schulze wird im August an den olympischen Spielen der Jugend in China teilnehmen.
Die Hindernis-Läuferin Ronja Böhrer (19) ist auf dem Sprung in die USA, wo vom 22. bis 27. Juli die U-20-Weltmeisterschaften der Leichtathleten ausgetragen werden.
Die versammelte Schulgemeinschaft bereitete den beiden sportlichen Überfliegern jetzt einen triumphalen Empfang unter freiem Himmel, zwar nicht mit Pauken und Trompeten, aber mit Saxophon, Schlagzeug und Keyboard. „Wir sind stolz auf euch. Und die ganze Stadt freut sich mit euch“, waren sich Schulleiterin Christina Linke und Bürgermeister Frank Hix einig.
Stabhochspringerin Juliane Schulze hatte sich kurz zuvor bei den europäischen Ausscheidungswettkämpfen in Baku (Aserbaidschan) mit der neuen persönlichen Bestleistung von 3,80 Metern als Sechstplatzierte unter 18 Teilnehmerinnen für die olympischen Jugendspiele im chinesischen Nanjing qualifiziert. Sie ist aus der Talentschmiede der Rhenanus-Schule das erste „Gewächs“, das zu einer Jugendolympiade reist. Mit 4,05 Meter in der Halle ist die 17-Jährige auch deutsche Jugendmeisterin im Stabhochsprung.
Ronja Böhrer gewann das 800-Meter-Finale bei den deutschen Hochschulmeisterschaften, konnte den Titel aber nicht mit nach Hause nehmen. Sie war, weil zu jung, außer Konkurrenz gestartet. Die 19-jährige Spezialistin über 2000 Meter Hindernis wird derzeit in der deutschen Jahresbestenliste auf Platz eins geführt und gilt als Favoritin bei den noch ausstehenden Qualifikationsrennen zur Teilnahme an der U-20-Weltmeisterschaft in Oregon.
Die aus Kassel stammende Juliane, die unter den Fittichen von Bundesjugendtrainer Tom Weise steht, und Ronja, die in Hessisch Lichtenau zu Hause ist und von Georg Lehrer acht- bis neunmal pro Woche trainiert wird, besuchen zusammen die 12. Klasse der Rhenanus-Schule, bilden eine Wohngemeinschaft in Sooden und wollen 2015 Abitur machen.
Über einen Freund ihres heutigen Trainers Tom Weise war Juliane im Sommer 2013 zur Rhenanus-Schule gekommen, für deren Schulsportclub sie schon seit zwei Jahren startet.
Ronja, die noch drei Schwestern im Alter von 11, 12 und 21 Jahren hat, hatte schon in der Grundschule in Walburg einen Sprintrekord aufgestellt und war deshalb nach eigenen Angaben durch ihre Mutter zum Laufsport animiert worden. Nicht ohne Erfolg: Im Cross-Lauf holte die 19-Jährige den Hessen-Cup und ist aktuell hessische Meisterin. (zcc)
