Hessische U20/U18 Meisterschaften

3 Titel für den SSC - Schlung mit starken Rennen und 2x Gold belohnt

Erneut war das Leichtathletikstadion in Gelnhausen der Austragungsort für die Hessenmeisterschaften in der Coronabedingten "Late season". Für die Athleten des Schulsportclubs galt es, sich hier noch einmal auf Landesebene gut in Szene zu setzen. Hervorragend gelang dies der 17-jährigen Carolin Schlung, die mit großen muskulären Problemen in der frühen Sommersaison jetzt noch einmal richtig durchstartete. Mit 4 Rennen über die 100m Strecke innerhalb von 4 Stunden, war die Oberstufenschülerin richtig gefordert. Zuerst konnte sie als Schlußläuferin der Staffelgemeinschaft Nordhessen souverän mit ihrer Trainingspartnerin Amelie Wachsmuth den Landestitel über die 4x 100m erringen und mit 48,90s auch noch eine Top- Zeit erzielen. Danach folgten die Vor-,Zwischen und schließlich der Endlauf über die Sprintstrecke. Eine ihrer stärksten Konkurrentinnen, Vivian Groppe (Melsungen) schied im Vorlauf mit einer Verletzung aus. So war Mira Baus (Schlüchtern) im Endlauf ihre stärkste Konkurrentin. Bis 80m sah es noch nach einem Sieg für Mira Baus aus, doch dann hatte Carolin Schlung einfach die Willenskraft und den besseren Endspurt und konnte nach Silber in 2020 und Bronze in 2019 endlich die Goldmedaille über ihre Lieblingsstrecke gewinnen. 

Colin Ansorge Hessenmeister über 400m Hürden

Nach dem insgesamt 8. Wettkampf über die knallharte 400m Hürden Strecke konnte sich der Witzenhäuser Langsprinter erneut über einen Titel freuen. "In diesem Rennen ging es mir nur darum zu gewinnen und die Zeit war nebensächlich", meinte Colin Ansorge nach dem Rennen, in dem er auf der ganzen Strecke nicht in seinen eigentlichen Laufrhythmus gefunden hatte. Mit 58,61s siegte er zwar mit 6 Sekunden Vorsprung vor Simon Happel (Neukirchen), blieb aber auch 3 Sekunden über seiner Bestzeit von Göttingen mit 55,28s.

Amelie Wachsmuth mit Fußproblemen und verzichtet auf den Hürdenendlauf

Eigentlich sollte es für die 17-jährige Hürdenläuferin noch ein würdiger Saisonabschluss werden. Mit dem Titelgewinn in der Staffel am Samstag begann das Wochenende schon sehr gut. Leider kam es am Sonntag im Vorlauf nach der dritten Hürde zu einem kleinem Stolperer, wo sich Amelie leicht am Mittelfuß verletzte. Nach einer Behandlung bei der HLV-Physiotherapeutin sah es erst so aus, als würde der Endlaufteilnahme nichts im Wege stehen. Doch schon beim Aufwärmen an den Hürden traten die Schmerzen erneut auf und zwangen die hoch motivierte Athletin schließlich zur Absage des Hürdenfinallaufes.

Platz 7 für Paul Hilbert über die 800m

Ein weiterer Starter vom SSC war über die 800m Distanz unterwegs. Der Mittel- und Langstreckler vom Schulsportclub lief ein beherztes Rennen und kam knapp unter seiner Bestzeit mit 2:15,42min als 7. ins Ziel.

Weitere Ergebnisse:

Stabhochsprung mU20: 4. Jacob Geiß 3,80m

Speerwurf wU18: 13. Matthilda Kolodziej 20,60m

 

Süddeutsche U 23 in Frankfurt

Colin Ansorge holt sich den Titel über 400m Hürden


Nachdem Kurzsprinter Philip Hennemuth wegen muskulärer Probleme doch noch den Start über die 100 und 200 Meter bei der Süddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten U 23 im Leistungs-Zentrum Hahnstraße in Frankfurt absagen musste, gelang dem 17-jährigen Colin Ansorge vom Schulsportclub der große Sieg. In 55,52 Sekunden glänzte der zu den Top-Zehn seiner Zunft im DLV zählende Colin Ansorge vor seinem HLV-Rivalen Tim Peters (ASC Darmstadt/55,85 s) als Sieger über 400 Meter Hürden der Junioren U 23. Damit lief er bis auf 24 Hundertstelsekunden an seine Bestzeit heran.

Süddeutsche Meisterschaften Aktive und U18

Drei Medaillen für SSC-Sprinterinnen 

 

Amelie Wachsmuth wird süddeutsche Vizemeisterin  - Bronze für Schlung und Gartmann

Im badischen Walldorf, bekannt als Sitz des Softwarekonzern SAP, fanden am 7./8.8. die süddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten der Jugend U18 und der Aktiven statt. Der Wettkampf stellte aufgrund der wechselhaften und windigen Wetterbedingungen und aufgrund seiner recht kurzfristigen Verschiebung um 4 Wochen erhöhte Anforderungen an Athleten und Trainer. Die vier Sprinter des SSC Bad Sooden-Allendorf, konnten damit aber gut umgehen und brachten drei Medaillen mit nach Nordhessen. 

Die beste Platzierung erzielte dabei Amelie Wachsmuth über 100m Hürden der U18. Bereits mit der zweitbesten Vorleistung gemeldet, konnte sie letztlich souverän den Vizetitel hinter der Favoritin Mia Haselhorst (Königsteiner LV) gewinnen. Nachdem sie in der Vorwoche bei den deutschen Meisterschaften fast stürzte und den Finaleinzug so verpasste, gewann sie in Walldorf ihren Vorlauf mit großem Vorsprung und belegte im anschließenden Finallauf mit einer sehr guten Zeit von 14,20s den zweiten Platz.

100m-Läuferin Carolin Schlung zeigte nach ihrer langen Verletzungspause weiter ansteigende Form. Großes Pech hatte sie in ihrem Vorlauf, der mit -2,7m/s den stärksten Gegenwind aller Läufe hatte. Sie gewann den Lauf dennoch deutlich und konnte im Finale ebenfalls bei Gegenwind von -1,7m/s in 12,32s den Bronzerang erzielen. 

Gleich in drei Disziplinen ging Gianina Gartmann an den Start. Die Hürdenspezialistin qualifizierte sich zuerst über die 100m ohne Hürden für das Finale der Frauen und erreichte dort Rang 6 mit 12,13s. Den gleichen Platz erzielte sie auch über die doppelte Sprintdistanz, die sie in 25,16s bei wiederum starkem Gegenwind von -2,1m/s zurücklegte. Sehr viel zufriedener war sie über ihren Wettkampfverlauf in ihrer Spezialdisziplin, den 100m mit Hürden. Aufgrund der wechselnden Winde konnte sie sich nur mit der fünftbesten Zeit für das Finale qualifizieren. Dort, im direkten Duell um die Medaillen, verbesserte sie sich deutlich und erkämpfte sich gegen starke Konkurrenz in 13,91s ebenfalls die Bronzemedaille.

Philip Hennemuth kämpfte in seinem ersten Jahr in der Altersklasse der Männer nicht nur mit starker Konkurrenz, sondern auch mit dem Gegenwind, der ihm letztendlich die Teilnahme im A-Finale über 100m kostete. Im B-Finale der Plätz 8-14 konnte er jedoch mit 11,08s bei -1,9m/s Gegenwind  einen starken Lauf zeigen und belegte dort Rang 2.

Sehr zufrieden und mit drei Medaillen im Gepäck ging es so auf die Rückreise nach Nordhessen, auch im Bewusstsein, dass kein anderer Verein Nordhessens eine vergleichbar große Ausbeute erzielen konnte.